Infos
Top

Alkoholiker

In vielen Köpfen der Menschen gilt ein Alkoholiker als willensschwach, weil sie glauben, diese Menschen können sich einfach nicht zusammen reißen und lassen sich einfach gehen. Dem Klischee nach sind ja auch nur Menschen Alkoholiker, die von morgens bis abends Alkohol trinken und im sozialen- und gesellschaftlichen Absatz leben.
Leider vergessen diese Menschen dabei, dass jeder heutige Alkoholiker mal mit dem ersten Glas angefangen hat und das sicherlich nicht, um sich in die Alkoholabhängigkeit zu trinken.

Der Übergang von mal was trinken, bis hin zum suchtbedingten Alkoholkonsum ist schleichend und erstreckt sich oft über viele Jahre hin, was von vielen Alkoholkonsumenten selbst nicht immer wahrgenommen wird. Wann jemand die Schwelle vom Genusstrinker zur Alkoholabhängigkeit überschreitet, kann vorher niemand wissen, denn der Alkoholismus macht vor keiner Gesellschaftsschicht hat. Es kann jeden treffen, der regelmäßig Alkohol konsumiert und sei es nur das abendliche Bier zum Feierabend oder das Glas Wein zur Entspannung.

Verschiedene Alkoholikertest im Internet können zum nachdenken anregen, wenn man die Fragen wahrheitsgetreu beantwortet, aber auch hier liegt schon die Gefahr im Detail, weil sich viele Menschen, die zwar regelmäßig Alkohol trinken, ansonsten aber noch in normalen sozialen Verhältnissen leben, oft selbst nicht einschätzen können. Oft wollen sie die ersten Anzeichen nicht erkennen, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben, die daraus entstehen können.

Ein gravierendes Anzeichen für eine schon möglich eingetretene Alkoholsucht, kann der Kontrollverlust sein. Wenn man nach einem Glas oder der vielleicht vorher festgelegten Menge nicht mehr aufhören kann, kann es sehr gefährlich werden, je wieder die Kontrolle über den eigenen Alkoholkonsum zu erlangen. Ein weiteres Merkmal kann die Motivation zum Alkoholkonsum sein. Trinkt jemand wegen dem Geschmack oder wegen der bewusstseinverändernden Wirkung, die der Alkohol hat. Alkohol ist eine Droge, die Gefühle verändert. Werden die Gefühlsveränderungen als positiv aufgenommen, kann es dazu führen, dass man diese positiven Gefühle immer wieder erreichen möchte. Reichen dann die leichten alkoholischen Getränke, wie Bier und Wein, nicht mehr aus, wird man vielleicht diese Gefühle in harte Alkoholika suchen und darauf umsteigen.

Jeder sollte sich selbst sehr genau hinterfragen, ob er noch die Kontrolle über seinen Alkoholkonsum hat, oder ob bereits der Alkohol sein Leben und sein Tagesgeschehen bestimmt.

Infos
Seite 1 von 11